Hypophysentumore

Hypophysentumore sind gutartige Tumore der Hirnanhangsdrüse, die auch Hypophyse genannt wird. Die Hypophyse kontrolliert sämtliche Drüsen im menschlichen Körper und ist damit für die Steuerung der Hormonproduktion verantwortlich. Sie befindet sich oberhalb der Keilbeinhöhle, einer Nasennebenhöhle hinter der Augenhöhle.

Krankheitsbild

Bei Hypophysentumoren kommt es meist zu einer Veränderung des Hormonhaushaltes. Die vermehrte Produktion von Wachstumshormonen kann zu einer Veränderung im körperlichen Erscheinungsbild führen. In manchen Fällen kommt es zu Sehstörungen, da der Tumor meist in der Nähe der Sehnerven liegt.

Behandlung

Abhängig von der Art des Tumors kann diese durch Medikamente oder mit einer Operation behandelt werden.

Bei einer Operation wird in über 90 Prozent der Fälle der Zugang über die Nase gewählt und der Tumor mithilfe eines Endoskops entfernt.

Meist besteht die Chance auf Heilung durch eine Operation. Gelingt es nicht, den gesamten Tumor operativ zu entfernen, kann dieser im Anschluss mit einer Bestrahlung durch das Gamma Knife behandelt werden.

Laufende Kontrollen im Anschluss an eine Bestrahlung oder eine Operation sind wichtig, um ein wiederkehrendes Wachstum zu diagnostizieren und zu behandeln!

Warum ist die Planung der Operation so wichtig?

Hypophysentumore befinden sich meist ganz in der Nähe des Sehnervs und umliegender großer Gefäße, deren Verletzung zu langfristigen und schwerwiegenden Schäden führen können. Daher kommt der genauen Planung des Eingriffs noch vor der Operation große Bedeutung zu!

Der Eingriff wird unter größtmöglicher Schonung der umliegenden Strukturen geplant. Weiters wird die Art des Zugangs über die Nase oder über die Schädeldecke zum Tumor festgelegt.